gespanntes Warten ob die Spätzle etwas werden
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Schnibbeln was das Zeug hält!
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fröhliche Gesichter an der Dessert-Front
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Es wird gebrutzelt....
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Wannenkopfhütte › Blog

Zu viele Köche verderben den Brei!?

Joel von Joel Meyer am 03.07.2012

So heißt ein allseits bekanntes Sprichwort - doch das stimmt gar nicht! Denn wenn viele Köche bei uns auf´m Berg am Werk sind findet gerade ein Kochevent statt. Zusammen mit Hüttenkoch Petr verwandelt sich der ein oder andere Hobbykoch in den nächsten "Sepp Mälzer" oder "Öhi Lafer" :-)

Ein immer beliebteres Teamevent - besonders bei den Tagungsgästen - bei uns auf der Wannenkopfhütte bei Oberstdorf im Allgäu ist ein gemeinsamer Kochworkshop. Zusammen Gemüse putzen, Schnibbeln, Anbraten und Abschmecken macht Spaß und stärkt den Teamgeist. So hat sich auch unsere Tagungsgruppe vergangene Woche dieses gemeinsame Event nicht entgehen lassen!

Das Lieblingsgericht unserer Hüttengäste ist das Klassiker-Menü mit der Allgäuer Festtagssuppe, den Kässpatzen aus der Riesenpfanne mit saftigen Schweinemedaillons und Salatbuffet sowie zum (kröööönenden) Abschluss der Apfelstrudel mit Vanillesauce. Doch dieses Gericht lässt sich nicht nur hervorragend Essen, sondern auch Kochen.

Für unsere Tagungsgruppe, die selbst an die Kochtöpfe und Bratpfannen ran wollten haben wir uns eine etwas andere Variante ausgedacht und auf dem Menüplan stand:

selbstgekochtes Hütten-Abendmenü der Tagungsgruppe

  • Allgäuer Festtagssuppe mit Dreierlei Einlage (diese wurde von Petr bereits am Vortag vorbereitet, da diese sehr aufwendig ist)
  • Allgäuer Kässpatzen aus der Riesenpfanne mit saftigen Schweinemedaillons, abgeschmolzenen Zwiebeln und verschiedenen Blatt- und Gemüsesalaten vom Buffet
  • fruchtige Erdbeeren - passend zur Saison - mit cremigen Vanilleeis

Dann heißt es 3, 2, 1... ran an die Töpfe und los geht´s!

Zu aller erst wurden von unseren Hobby-Küttenköchen (an der Reihe war nun die "Spätzle-Gruppe") die Spätzleteig-Zutaten - Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskatnuss - vermengt und anschließend geschlagen. Besonders für letzteren Teil sind Muckis gefragt :-) Der Teig wird nämlich solange geschlagen bis er ganz zäh vom Rührlöffel geht. Anschließend diesen ein paar Minuten ziehen lassen und während dessen einen großen Kochtopf mit ausreichend Wasser auf den Herd stellen und zum Kochen bringen.

Paralell dazu hat die "Salat-Gruppe" fleißig geschnibbelt, geraspelt und geschält. Denn zum Abendessen sollte es ein variationsreiches Salatbuffet mit verschiedenen Blatt- und Gemüsesalaten geben.

Nebenbei hat die "Fleisch-Gruppe" bereits die einzelnen ganzen Schweinefilet-Stücke in einer speziellen und selbst zubereiteten Würzmischung gewürzt. Anschließend wurde das Fleisch unter Aufsicht von Hüttenkoch Petr scharf angebraten und anschließend in Alufolie gewickelt, damit das Fleisch im Ofen noch ein wenig nachziehen kann, ohne trocken zu werden.

Natürlich darf zu einem vollständigen Menü kein Dessert fehlen. Passend zur Saison hat sich Hüttenkoch Petr von daher ausgedacht, dass es frische und fruchtige Erdbeeren als Dessert gibt - abgerundet mit einer Kugel Vanilleeis. Selbstverständlich hat sich die weibliche Fraktion um das Dessert gekümmert - schließlich sind ja besonders die Damen allseits dafür bekannt, dass "ein Dessert immer noch geht" - egal wie voll und satt man bereits ist. ;-)

Nachdem die ganzen Vorbereitungen für Salat, Dessert und das Fleisch abgeschlossen und soweit servierfertig waren, konnte es an den letzten Schritt gehen: Spätzle hobeln! Denn die Kässpatzen müssen frisch gehobelt, mit Käse vermengt und sofort auf den Tisch gestellt bzw. angerichtet werden, damit diese ihren vollen (und seeeehr leckeren!) Geschmack entfalten können. Der Teig wurde von den Teilnehmern der "Spätzle-Gruppe" in den Spätzle-Hobel gefüllt und anschließend über dem heißen und kochenden Kochtopf gehobelt. Wenn man weder zu schnell noch zu langsam hobeln ergibt es die allseits bekannten Spätzle.

Übrigens darf man die echten Allgäuer Spätzle nicht mit den schwäbischen Spätzle verwechseln. Im Hochdeutschen sagt man zu unseren Spätzle auch Knöpfle. Aber auf eine Spätzle-Debatte zwischen dem Allgäu und dem Schwabenländle wollen wir nun nicht hinaus.... ;-)

Nachdem alle Vorbereiten abgeschlosse und die Tische eindeckt wurden hat sich unsere Tagungsgruppe das selbstgekochte und zubereitete Mahl gut schmecken lassen! Nachdem die letzte Erdbeere verdrückt war konnten wir alle in glückliche und zufriedene Gesichter blicken! Denn: selbstgekocht schmeckt immer noch am besten!

Auf der Wannenkopfhütte leben wir jeden Tag nach dem Motto: "Selbstgekoch schmeckt immer noch am besten!". So gibt es bei uns täglich regionale, frische und hausgemachte Speisen! Kommt doch auch mal vorbei und lasst euch von uns kulanarisch auf 1.350m verwöhnen!

Kochevent auf der urigen Wannenkopfhütte - step by step

Der Teig wird geschlagen
Schnibbeln was das Zeug hält!
Fehlt hier noch etwas Salz?
frisch angemachter Rettichsalat
Das Fleisch wird gewürzt
Es wird gebrutzelt....
fröhliche Gesichter an der Dessert-Front
Spätzle hobeln sei gelernt
gespanntes Warten ob die Spätzle etwas werden
Lauter frische und gut durchgezogene Spätzle
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